Jahreshauptversammlung

17.01.2026
der Freiwilligen Feuerwehr Altenmarkt e.V.

Starker Nachwuchs, klare Aufgaben

FF Altenmarkt rückte vergangenes Jahr zu 53 Einsätzen aus

Altenmarkt. Mit einem stillen Moment hat die Freiwillige Feuerwehr Altenmarkt ihre Jahreshauptversammlung im Gasthaus Thalhauser begonnen: Im Totengedenken erinnerte der Verein an die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder Erich Käs, Hans Irber und Jonny Binder – und an den früheren 2. Kommandanten Alois Trost, der am 18. Dezember bei einem Verkehrsunfall starb.

Die Nachwuchsarbeit bildet weiterhin ein zentrales Fundament der Feuerwehr Altenmarkt. Bei den Mini- und Löschzwergen sind aktuell 59 Kinder aktiv, die von einem großen Team ehrenamtlicher Betreuerinnen und Betreuer begleitet werden. In den Gruppenstunden werden spielerisch erste Grundlagen der Feuerwehrarbeit vermittelt, zugleich ist die Arbeit eng mit der Brandschutzerziehung verknüpft. In Kindergärten und Schulen stehen unter anderem das richtige Absetzen des Notrufs, die fünf W-Fragen sowie der sichere Umgang mit Feuer im Mittelpunkt.

Kinderfeuerwehr als gemeindliche Einrichtung

Als wichtiger Schritt für die Zukunft wurde die Entscheidung des Stadtrats gewertet, die Kinderfeuerwehr als gemeindliche Einrichtung zu übernehmen. Damit ist die Arbeit organisatorisch und rechtlich auf eine stabile Basis gestellt. Für das laufende Jahr sind bereits weitere gemeinsame Aktionen geplant, darunter auch ein Faschingsumzug mit anschließender Feier.

Auch die Jugendfeuerwehr bleibt eine starke Säule der Nachwuchsgewinnung. Derzeit engagieren sich dort 23 Jugendliche, die sich in regelmäßigen Übungen auf den späteren aktiven Dienst vorbereiten. Neben Ausbildung in technischer Hilfeleistung, Brandschutz und Gerätekunde nahmen die Jugendlichen erfolgreich an der Jugendflamme sowie am Wissenstest teil. Drei Mitglieder wurden im vergangenen Jahr in den aktiven Dienst übernommen.


Allen, die sich im Kinder- und Jugendbereich der Feuerwehr Altenmarkt engagieren und für die Nachwuchsarbeit viele Stunden ihrer Freizeit investieren, sprach der Vorsitzende ein herzliches „Vergelt’s Gott“ aus.

Im Vereinsbericht erinnerte der stellvertretende Vorsitzende Stefan Rauch an ein arbeitsreiches Jahr mit zahlreichen Terminen. Neben kirchlichen Anlässen und traditionellen Vereinsveranstaltungen war die Feuerwehr auch bei mehreren Fahnenweihen sowie bei der Weihe des Kommandowagens in Ampflwang mit Abordnungen vertreten. Auch Geburtstage, Jubiläen und Beerdigungen gehörten zum Jahreslauf. Am 1. Mai wurde erneut ein Maibaum aufgestellt, der wie in den Vorjahren das Vereinsleben im Ort sichtbar prägte. Trotz ungünstiger Wetterprognosen konnte auch die Feuerwehrdult im August durchgeführt werden. Durch kurzfristige Anpassungen beim Zeltaufbau blieben Ausschank und Essensstände wettergeschützt, sodass viele Besucherinnen und Besucher gesellige Stunden bei der Feuerwehr verbrachten.

Als Dank für das Engagement der Aktiven und Unterstützer organisierte der Verein im November einen Kameradschaftsabend, im Dezember folgte die Jahresabschlussfeier der aktiven Mannschaft. An Heiligabend wurde außerdem wieder das Friedenslicht im Feuerwehrhaus an die Bevölkerung ausgegeben.

Die Kassenprüfer Johannes Irber und Werner Kröninger sind ihrer Aufgabe nachgekommen. Werner Kröninger bestätigte dem Kassier Georg Wurm eine einwandfreie Führung der Kasse so dass der Kassier einstimmig entlastet wurde.

Kommandant Christoph Thiele war aus familiären Gründen entschuldigt. Den Bericht über das Einsatzjahr 2025 hielt der stellvertretende Kommandant Hans-Jürgen Kagleder. Die Feuerwehr Altenmarkt rückte im vergangenen Jahr zu insgesamt 53 Einsätzen aus. Einen Schwerpunkt bildeten mehrere schwere Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen. Besonders belastend war dabei ein tragischer Unfall im Dezember, bei dem der frühere 2. Kommandant Alois Trost trotz aller Rettungsbemühungen noch an der Einsatzstelle verstarb.

Brände und Gefahrguteinsätze

Auch im Bereich Gefahrgut war die Wehr gefordert, unter anderem bei einem Chlorgasaustritt in der Elypso-Badewelt in Deggendorf. Hinzu kamen verschiedene Brandeinsätze, darunter Dachstuhlbrände sowie ein Brand am Recyclinghof. Zusätzlich leisteten die Aktiven zahlreiche Hilfeleistungen bei Unwettern, Ölspuren, Verkehrsabsicherungen und zur Unterstützung des Rettungsdienstes.

Die Ausbildung nahm auch 2025 einen breiten Raum ein. Bei 34 Übungsterminen leisteten die Aktiven insgesamt 1094 Stunden. Schwerpunkte lagen vor allem in der technischen Hilfeleistung, im Atemschutz sowie im Bereich Gefahrgut und ABC-Einsätze. Darüber hinaus spielten Funk- und Maschinistenausbildung sowie die Schulung von Führungskräften eine wichtige Rolle, um auch bei größeren Lagen strukturiert vorgehen zu können.

Ergänzt wurden die regulären Übungen durch mehrere größere Gemeinschaftsübungen mit benachbarten Feuerwehren und Einheiten des Landkreises. Dabei standen unter anderem die Menschenrettung, die Wasserversorgung und das Zusammenwirken mehrerer Einsatzabschnitte im Fokus. Ziel sei es, so Kagleder, die Mannschaft nicht nur fachlich, sondern auch im Zusammenspiel weiter zu stärken.

Zum Abschluss des Berichts dankte der 2. Kommandant allen, die zum Funktionieren der Feuerwehr beitragen. Sein Dank galt den aktiven und passiven Mitgliedern, der Vorstandschaft des Feuerwehrvereins, den Gerätewarten und Ausbildern sowie den Betreuerinnen und Betreuern der Kinder- und Jugendfeuerwehr und dem Team der Brandschutzerziehung. Ebenso hob er die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Osterhofen, der Kreisbrandinspektion und dem Kreisfeuerwehrverband hervor. Verbunden war der Dank mit dem Wunsch, dass alle Einsatzkräfte auch im kommenden Jahr wohlbehalten von Einsätzen und Übungen zurückkehren.

Dank für Engagement und investierte Energie

Im Anschluss bedankte sich Vereinsvorsitzender Xaver Pirkl bei der Kommandantur für den ausführlichen Bericht. Sein Dank galt sowohl dem stellvertretenden Kommandanten Hans-Jürgen Kagleder als auch dem 1. Kommandanten Christoph Thiele für die Energie, das große Engagement und die vielen Stunden, die beide in ihr Amt investieren.

In den Grußworten dankte 3. Bürgermeister Konrad Breit der Feuerwehr im Namen der Stadt für ihre Einsatzbereitschaft und lobte insbesondere die starke Jugendarbeit. Auch der neue Kreisbrandmeister Armin Zitzlsberger hob den hohen Stellenwert der Nachwuchsarbeit und die Gemeinschaft innerhalb der Feuerwehr hervor. Zudem verwies er auf die wachsende Bedeutung des Zivilschutzes und kündigte an, dass die Umstellung auf eine rein digitale Alarmierung in nächster Zeit erfolgen soll.

Kommandant Markus Schachermaier von der Feuerwehr Ampflwang schloss sich dem Lob für die Jugendarbeit an, lud zur Vollversammlung am 7. März ein und kündigte für das laufende Jahr ein Sautrogrennen an, dessen Termin noch bekannt gegeben wird.

Ehrenamt durch konkrete Maßnahmen anerkennen

Unter dem Punkt „Wünsche, Anträge, Sonstiges“ rief 2. Vorsitzender Stefan Rauch dazu auf, bei der Mitgliedergewinnung nicht ausschließlich auf die Jugendarbeit zu setzen, sondern auch im persönlichen Umfeld aktiv für den Eintritt in den aktiven Dienst zu werben. Zugleich forderte er von der Politik, ehrenamtliches Engagement bei Rettungsorganisationen nicht nur verbal, sondern auch durch konkrete Maßnahmen anzuerkennen.

Vorsitzender Xaver Pirkl hatte zu Beginn unter anderem Festmutter Martina Heindl, 3. Bürgermeister Konrad Breit, Stadtrat Xaver Eckl, den neuen Kreisbrandmeister Armin Zitzelsberger, Ehrenmitglied Alois Scheiblhofer, Abordnungen der Feuerwehren Langenamming, Osterhofen und Ampflwang sowie Vertreter der örtlichen Vereine begrüßt.

Quelle: PNP-Osterhofener Zeitung (Thomas Krenn)