Geschichte

1885 - 2015
Die Feuerwehr Altenmarkt im Wandel der Zeit

 

Was war 1885?

Das Jahr in dem im Deutschen Kaiserreich noch Kaiser Wilhelm der I. und Fürst Otto von Bismarck als Reichskanzler regierten. Und im Königreich Bayern König Ludwig der II. noch das Regiment führte.

Das Jahr in dem Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach den 1. Reitwagen, einen Vorläufer des Motorrads, konstruierten.

Das Jahr in dem Louis Pasteur die ersten Schutzimpfungen gegen die Tollwut verabreichte. Dem von einem tollwütigen Hund gebissenen Joseph Meister rettet die Impfung das Leben.

Das Jahr in dem die Freiwillige Feuerwehr Altenmarkt gegründet wurde.

Der damalige Bürgermeister Josef Kapfhammer und der Ortslehrer Anton Maier hatten zur Gründung aufgerufen. Am 13. Mai 1885 traten sofort 25 Männer der jungen Wehr bei und erwiesen ihre Opferbereitschaft gleich dadurch, dass sie sich die Uniformierung auf eigene Kosten beschafften. Die ersten Löscheinrichtungen waren noch ziemlich primitiv, das einige Löschgerät war eine schwerfällige Druckspritze und das Schlauchmaterial war noch wenig, es fehlte da und dort. Mit Hilfe der Staats– und Gemeindebehörden - besonders auch durch freiwillige Spenden edler Feuerwehrfreunde - gelang es allmählich die Wehr immer zweckdienlicher auszurüsten.

30 Jahre war Franz Xaver Hartan Kommandant der Wehr, bereits im Alter von 23 Jahren wurde er dazu gewählt. Außerdem bekleidete er ab 1924 auch zusätzlich das Amt des Vorstandes. Franz Xaver Hartan war ein Feuerwehrmann mit Leib und Seele. Der Chronik ist beispielsweise zu entnehmen, dass er für die Neubeschaffung von Helmen und Gurten Geld vorstreckte, bis die Gemeinde die Mittel bereitstellen konnte.

Am 04. Januar 1930 wurde die erste Motorspritze mit einer mechanischen Leiter in Empfang genommen. Leider musste wegen starkem Frost eine größere Übung an diesem denkwürdigen Tag verschoben werden. Als einer der Höhepunkte ging diese Beschaffung in die Geschichte der Wehr ein. Dies wird verständlich, wenn man bedenkt dass bis dahin mit der alten Hand-Druckspritze gelöscht werden musste.

Die gegenseitige Patenschaft der Feuerwehr Langenamming geht auf eine lange Tradition zurück: Am 09. Juni 1930 fand eine dringende Versammlung statt, da am Tag vorher, dem Pfingstsonntag, eine Deputation der Langenamminger Wehr vorgesprochen hatte und um Übernahme der Patenschaft bat, bei der Fahnenweihe am 15. Juni 1930. Die Patenstelle wurde angenommen und beim Institut der Engl. Fräulein ein Patenband angeschafft. Am Festtage beteiligten sich 21 Mann mit Kommandant Hartan bei der Fahnenweihe. Hartan hob in seiner Begrüßung die nachbarlichen und kameradschaftlichen Beziehungen beider Wehren hervor und heftete das "schwer goldbestickte„ Patenband an die neue Fahne. Kommandant Scherr dankte namens der Langenamminger Wehr für die Übernahme der Patenschaft.

Am 30. Dezember 1930 erhielt die Wehr von der Gemeinde einen 14 PS Opel- Sechszylinder, an den die Motorspritze angehängt werden konnte. Am selben Tage noch, um 21.20 Uhr, wurde telefonisch ein Brand in Künzing gemeldet. Obwohl an Auto und Motorspritze Wasser aufgefüllt werden musste, konnte der Löschzug bereits um 21.39 Uhr abfahren. Leider konnten nicht alle Kameraden mitfahren, obwohl sie zum Einsatz bereit gestanden sind, da im Auto nur eine begrenzte Zahl mitgenommen werden durfte.

Am 23. Februar 1931 verstarb Franz Xaver Hartan, der verdienstvolle Leiter, Förderer und Wohltäter der Wehr, völlig unerwartet nach einer Bezirksversammlung der Feuerwehrkommandanten. Ein besonders schwerer Verlust für die Wehr.

1934 wurde der Einfluss der neuen Machthaber leider auch in der Altenmarkter Wehr spürbar. Der Kommandant durfte nicht mehr gewählt werden, sondern wurde vom Landesbrandinspektor bestimmt. Probleme bei Versammlungen waren „SA-Dienst“, staatliche Anordnungen, der fortwährende Hinweis auf Disziplin, und anstelle von Übungen fanden „Appelle“ statt.

Am 15. August 1935 wird das 50-jährige Gründungsjubiläum mit Fahnenweihe gefeiert.

1937 wird die Wehr vom Zellenleiter der NSDAP um Übernahme der Patenschaft für die HJ (Hitler-Jugend) ersucht, was aus finanziellen Gründen abgelehnt wurde.

1938 wurde bei einer Versammlung mitgeteilt, dass sich das Amt des Vorstandes erübrigt, da die Wehr der Feuerschutzpolizei eingegliedert wurde.

Der 14 PS Opel-Sechszylinder wurde ebenfalls 1938 durch einen Mannschaftswagen, der aus dem Nachlass des 1934 ermordeten SA-Führers Röhm stammte, ersetzt und tat bis 1955 seinen Dienst. Dieses Fahrzeug hätte heute als Oldtimer Seltenheitswert, denn gefertigt wurde es in einer 18-Stück-Serie des Types „Nürburg“, mit vielen Extras, wie z. B. Maybach-Schnellgetriebe, automatische Schmiereinrichtung, u. a.

1939 bis 1945 finden sich im Protokollbuch keine Eintragungen.

Im Jahre 1948 beschaffte sich die Wehr einen neuen Anhänger.

Vom 24. Bis 25. Juni 1950 wurde das 65-jährige Gründungsfest mit Fahnenweihe gefeiert, Fahnenmutter war Therese Heindl.

1952 wurde von Bürgermeister Brunner und Kommandant Kurz eine Haussammlung durchgeführt, um eine Sirene anschaffen zu können. Am 16. November 1952 wurde die auf dem Schulhaus (heute Pfarrhof) montierte Sirene der Gemeinde übergeben.

Am 12. November 1955 wurde eine neue Metz-Tragkraftspritze mit 28-PS-Motor eingeweiht und an die Wehr übergeben.

Das 75-jährige Gründungsjubiläum wurde am 12. Juli 1960 gefeiert, Fahnenmutter war erneut Therese Heindl.

Am 24. Juni 1962 weihte Pfarrer Hüttinger einen neuen TS-Anhänger.

Auf Antrag von Vorstand Xaver Pirkl und Kommandant Alfons Rauch, genehmigte die Gemeinde die Anschaffung eines Mannschaftsgerätewagens vom Typ Borgward, der am 09. Mai 1965 im Klosterhof geweiht wurde. Mit der Indienststellung des Löschfahrzeuges zählte nunmehr die Ortswehr nach den Wehren der Städte im Landkreis zu den bestausgerüsteten.

Mit 34 Mann nahm die Altenmarkter Wehr am 03. und 04. Juni 1967 bei der Fahnenweihe zum 70jährigen Gründungsfest in Langenamming die Pflichten als Patenverein war.

1968 rettete Alfons Rauch die alte, halbmechanische Spritze, die von der Gemeinde für 50,00 DM an Altwarenhändler Binder verkauft worden war. Der Stadel vom Gasthaus Ölkofer wurde zur vorläufigen Unterbringung zur Verfügung gestellt.

… auch dieser Zwischenfall konnte die Freundschaft mit der Feuerwehr Langenamming nicht trüben: 21.10.1975, Zeitungsbericht - Den Weg abgeschnitten „Vergeblich wartete die Freiwillige Feuerwehr Altenmarkt am Samstag auf die Auslösung des Alarms, die bekanntlich infolge eines technischen Fehlers nicht klappte. Kommandant Rauch und die Feuerwehrmänner standen unschlüssig vor dem Löschgerätehaus und warteten auf die Dinge, die da noch kommen sollten. Aus der Funkanlage kam jedoch nichts, dafür rauschte die FFW Langenamming an den verdutzten Altenmarktern vorbei. Das kann es doch nicht geben, sagten sich die Altenmarkter, dass die Langenamminger schneller in Osterhofen sind als sie. In Sekundenschnelle brauste das Altenmarkter Löschfahrzeug los, nahm einen bekannten Abkürzungsweg, um den Langenammingern noch zuvorzukommen. Diese wunderten sich nicht wenig, als sie am Osterhofener Krankenhaus eintrafen und die Altenmarkter schon da waren. „I hob mir´s doch glei denkt, dass dö den verbotenen Totenberg (Einbahnstraße) runtagfahrn san, denn wia hättn uns dö sunst überhoin kenna“, sprach der Amminger Kommandant. Die Altenmarkter schmunzelten und meinten: „Mia san eben do no schnella!“

1976 trainierten mehrere Kameraden für das Silberne Leistungsabzeichen.

Auch nach über 30 Jahren, erinnern sich noch viele Altenmarkter mit Angst und Schrecken an eine Serie von Bränden, die 1979 durch einen Brandstifter gelegt wurden. Es ist unvorstellbar, welcher Belastung die Kameraden um den damaligen 1. Kommandanten, Eduard Kröninger, ausgesetzt waren: im April 1979 begannen die wiederholten, telefonischen Branddrohungen, die letztlich in sechs Fällen bedauerliche Wirklichkeit wurden. Immens war die psychische Belastung der Feuerwehrmänner, die so gut wie keine ruhige Nacht hatten (Viele stellten Einsatzkleidung und Stiefel neben dem Bett ab.), da sie jederzeit damit rechnen mussten, zum Einsatz gerufen zu werden.

11.04.1979, 21.30 Uhr, Brand Holzschuppen auf dem Gelände des ehemaligen Pfarrhofes. Hier wurde ein Feuer gelegt, das kaum Schaden anrichtete.

15.04.1979, Ostersonntag, 21:30 Uhr, Brand Stallgebäude von Max Heindl (Ederbauer),  3 Verletzte Feuerwehrmänner: Eggerl Josef jun., Krätzig Alfred, Weinberger Max:  Das Stallgebäude mit Scheune brannte lichterloh, ein großer Feuerball erhellte gespenstisch den sternklaren Nachthimmel, und war kilometerweit  sichtbar. Die Feuerwehren konzentrierten sich nach dem ersten Löscheinsatz auf die Rettung der rund 180 Mastbullen, die unter Lebensgefahr aus dem bereits brennenden Stall getrieben wurden. Zum Teil waren die Tiere durch Funkenflug bereits angesengt worden. Die Bullen wurden in den großen Hofraum getrieben, zwei kamen in den Flammen um, zwei verletzen sich tödlich, ein fünfter Bulle musste notgeschlachtet werden. Zahlreiche Feuerwehrmänner standen die ganze Nacht über im Einsatz, der am Ostermontag mit dem Abräumen der Brandstätte fortgesetzt wurde.

17./18.04.1979, Brand im Dachgeschoß des ehemaligen Pfarrhofes

Zuerst heulten die Sirenen um 00:45 Uhr: in einem Telefonanruf hieß es, in der Tanzbar „Joy“ sei ein Brand ausgebrochen. Hierbei handelte es sich „noch“ um einen blinden Alarm.

Kaum vier Stunden später gab es erneut Feueralarm. Im leer stehenden ehemaligen Pfarrhofsgebäude an der Arnstorfer Str. war Feuer ausgebrochen. Der Brand konnte zwar innerhalb kürzester Zeit gelöscht werden, jedoch wurde festgestellt, dass an zwei Stellen Feuer gelegt worden war!

12.06.1979, 22:30 Uhr, Brand alte Kegelbahn gegenüber Tanzlokal „Joy“

Die hölzerne Laube gegenüber dem Tanzlokal „Joy“, Teil einer ehem. Kegelbahn, stand in hellen Flammen. Die Altenmarkter und Osterhofener Wehren hatten den Brand auch innerhalb kurzer Zeit unter Kontrolle, wobei sich ihre Anstrengungen darauf konzentrierten, die benachbarten Gebäude zu sichern.

22.06.1979, 22:45 Uhr, Brand altes Urbeck-Anwesen in der Bachstraße

Das unter Denkmalschutz stehende Anwesen stand bereits ganz in Flammen, als die Feuerwehren Altenmarkt und Osterhofen eintrafen. Der Schuppen brach im Nu zusammen, und auch an dem hölzernen Wohnhaus entstand Totalschaden. Die Bewohnerin war zum Glück zur Zeit des Brandes bei ihrer Tochter.

Das an diesem Abend abgehaltene Sonnwendfeuer der Landjugend nahm durch diesen Brand ein jähes Ende.

03.07.1979, 22:30 Uhr, Brand in der Scheune des Vierseithofes von Michael Kröll

Die Scheune mit großen Strohvorräten und im Freien gelagertes Brennholz fielen dem Brand zum Opfer, ebenso fiel der Tauben– und Hühnerbestand den Flammen zum Opfer. Es gelang innerhalb kurzer Zeit, das Feuer soweit unter Kontrolle zu bringen, dass ein Übergreifen auf das unmittelbar angebaute Stallgebäude, in dem sich die Bullen befanden, und das anschließende Wohnhaus, verhindert werden konnte. Die FFW Altenmarkt war die ganze Nacht über im Einsatz. Am nächsten Vormittag waren die Feuerwehrmänner noch mit dem Abräumen der Brandstätte beschäftigt.

Im Altenmarkter Feuerwehrgerätehaus wurde kurz nach dem Ausbruch des Brandes ein Zettel gefunden, auf dem handgeschrieben zu lesen stand, dass dies der letzte Brand in Altenmarkt gewesen ist.

Wenige Tage nach diesem Brand wurde ein 16jähriger Schüler (Feuerwehrmitglied) wegen Verdachtes auf Brandstiftung festgenommen, und wegen Selbstgefährdung ins Bezirkskrankenhaus Mainkofen eingeliefert. Der Verdächtige wurde nach einer Woche wieder entlassen, ohne dass die Brandstiftungen aufgeklärt werden konnten.

Der „Feuerteufel von Altenmarkt“ konnte trotz vieler Verdachtsmomente nicht überführt werden. Gottseidank endete die Brandserie mit dem Brand bei der Familie Kröll.

Nachdem Osterhofen ein neues Tanklöschfahrzeug erhalten hatte, wurde das bisherige Tanklöschfahrzeug am 11. August 1979 der Altenmarkter Wehr übergeben.

1979 wurden die Arbeiten der Gerätehauserweiterung abgeschlossen. Zusammen mit einer neuen Motorspritze wurde das umgebaute Haus geweiht. Beim Erweiterungsbau wurde auch ein Schulungsraum geschaffen.

1980 legten sieben Jugendfeuerwehrmänner der neugegründeten Jugendfeuerwehrgruppe die Bayerische Jugendleistungsprüfung ab, und 1981 erhielten bereits zwei Gruppen der Jugendfeuerwehr die Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr. Damit zählte Altenmarkt mit 18 Trägern der Spange zu den stärksten in Niederbayern.

Neun Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Altenmarkt waren 1982 nach Grieskirchen in Oberösterreich gefahren, um das Leistungsabzeichen in Bronze zu erwerben. Den Abschluss der Prüfungen bildete eine Parade am zweiten Tag, und bei der unvermeidlichen Wartezeit, schnorrte ein bayerischer Feuerwehrler (Max Mittermeier) bei einem österreichischen Kollegen eine Zigarette. Schnell kam man ins Gespräch und die Altenmarkter besuchten die Ampflwanger Kollegen bald darauf. Seither besuchen sich die Mitglieder jedes Jahr im Wechsel.

Der zum Gasthaus Klosterstuben gehörende Raum neben dem Gerätehaus wurde zum Schulungsraum umgestaltet und am 29. April 1983 eingeweiht.

Am 11. März 1984 wurde der zum Löschfahrzeug umgebaute Kombi, gestiftet von der Firma Häfele, geweiht.

1984 besuchten die Altenmarkter Kameraden die Fahnenweihe in Ampflwang.

Vom 28. bis  30. Juni 1985 wurde die Fahnenweihe und das 100-jährige Gründungsfest gefeiert, Fahnenmutter ist Elisabeth Weileder.

1986 kam es zu einem Fußballwettkampf in Ampflwang. Es wurden zwei Fußballspiele vereinbart, eines für die Jungfeuerwehr und das andere für die Aktiven. Die Ampflwanger machten mit Plakaten große Reklame für dieses Ereignis: „Ländervergleich: Österreich - BRD", darunter „Feuerwehr Ampflwang - Altenmarkt. 13.00 Uhr Jungfeuerwehr, 14.30 Uhr Kampfmannschaften" .Das Ergebnis der Spiele sei kurz festgehalten: die Jungfeuerwehr wurde 0:4 geschlagen, die „Kampfmannschaften“ trennten sich 15:4 für die Altenmarkter. Diese Niederlage sei angeblich darauf zurückzuführen, dass die Ampflwanger die Altenmarkter ehrenvoll gewinnen haben lassen!

Aus der Chronik: Wegen einer bevorstehenden Vorstandssitzung, und der kühlen Witterung hatte Kommandant Kröninger eingeheizt:

05.05.1987 Ausschnitt PNP:

So schnell wie am Dienstagabend wird die Freiwillige Feuerwehr Altenmarkt wohl noch nie am Einsatzort gewesen sein. Es brannte nämlich in ihren eigenen vier Wänden. Vermutlich aufgrund eines technischen Defektes überhitzte sich gegen 18.10 Uhr der Ölofen in dem Schulungsraum der FFW Altenmarkt in der Hauptstraße so stark, dass Teile der Deckenverkleidung in Brand gerieten. Das Feuer wurde sofort gelöscht. Die Höhe des Schadens beläuft sich auf etwa 1.000 Mark.

Auf die Frage des vorbeigehenden Herrn Pfarrers, was denn da los sei, antwortete ein Feuerwehrmann: „Des is nur a Übung!“

1987 wurde das neue Feuerwehrgerätehaus an der Ahornstraße eingeweiht und ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 16, Iveco-Magirus der Altenmarkter Wehr übergeben. Dieses Fahrzeug ist bis heute im Dienst der FF Altenmarkt. Die Freiwillige Feuerwehr Altenmarkt wird außerdem Stützpunktfeuerwehr.

Am 27. August 1989 wurde ein Mehrzweckfahrzeug eingeweiht. Der Ford Transit wurde in 130 Stunden freiwilliger Arbeit selbst umgebaut.

1992 fuhren die Altenmarkter anlässlich einer Fahrzeugweihe nach Ampflwang. Bei brütender Hitze und mit großem Durst der Bayern sei in und um Amflwang den Österreichern das Weißbier ausgegangen, was die Gastgeber vor Nachschubprobleme gestellt hat.

Im August 1996 wurde das Löschgruppenfahrzeug LF 8 in Dienst gestellt.

Am 30. November 1996 wurde das neue Mehrzweckfahrzeug, Mercedes-Benz Sprinter, eingeweiht. Als 11/1 ist es bis dato wichtiges Transportfahrzeug der Wehr für aktive und passive Dienstfahrten.

1998 übernahmen die Altenmarkter die Patenschaft für das 100jährige Gründungsfest der Langenammiger Feuerwehr.

2001 legten Mitglieder der österreichischen Feuerwehr das bayerische Leistungsabzeichen in Bronze ab.

2002 wurde das 20jährige Freundschaftsjubiläum in Altenmarkt begangen. Nach einem Gottesdienst in der Asambasilika, zelebriert von Dekan Pfarrer Erwin Böhmisch und Konsistorialrat Pfarrer Siegfried Schwitalski und musikalischer Umrahmung durch die Marktmusikkapelle Ampflwang, wurde gemeinsam im „Altenmarkter Hof“ gefeiert.

2003 nahmen die Altenmarkter am Abschnitts-Feuerwehr-Sicherheitsbewerb des Bezirks Vöcklabruck in Schlagen mit zwei Gruppen teil. Es wurde das Bronzezeichen der Klasse A abgelegt. Es musste dafür ein Löschangriff und ein Staffellauf in bestimmter Zeit durchgeführt werden.

2006 wurde das bisherige LF 8 ersetzt.

Die Schneekatastrophe im Bayerischen Wald Februar 2006: Anhaltende extreme nass durchsetzte Schneefälle, führten ab dem 7. Februar 2006 zu katastrophalen Verhältnissen. Am 8. Februar 2006 spitzte sich die Lage zu. Als erste stellten der Landkreis Passau und der Landkreis Deggendorf den Katastrophenfall fest. Aufgrund der hohen Schneelast auf Dächern und Gebäuden bestand akute Einsturzgefahr.

Die Feuerwehr Altenmarkt beteiligte sich ebenfalls bei den „Räumarbeiten“ in Auerbach und Lalling.

2007 wurde die Feier zum Bestehen der 25- jährigen Kameradschaft in Ampflwang gefeiert. Mit der verspäteten Ankunft der Kameraden aus Altenmarkt, verursacht durch eine Reifenpanne am Autobus, wurde der vereinbarte Zeitplan durcheinandergebracht .Das Freundschaftstreffen wurde mit einer Besichtigung des Brechers Buchleiten gestartet. Nach der Führung ging die Fahrt weiter zum Zeughaus, wo bereits die Ampflwanger Kameraden auf die Ankunft warteten. Nach dem Einmarsch der Bergmannskapelle Schmitzberg und dem traditionellen Bergmannslied ging es strammen Schrittes zur Kirche. Als Erinnerungsgeschenke erhielten die Ampflwanger von den bayrischen Kameraden  eine  Metallplastik, gestaltet von Sigmund Auer, die an einem dafür entsprechenden Platz im freien aufgestellt wird und immer an diese Feier erinnern soll. Den Kameraden der Feuerwehr Altenmarkt wurde ein handgefertigter Hydrant von dem Ampflwanger Kameraden überreicht.

Am 01. März 2008 fegte Sturm „Emma“ mit Gewitter, Regen, Hagel, Schnee und Windböen von über einhundert Stundenkilometern über Altenmarkt hinweg; es kam zu einer Vielzahl von Einzelschäden; darunter zahlreiche abgedeckte Häuser, Gebäudeschäden, Schäden an Straßen, Stromleitungen und Kraftfahrzeugen. Am schlimmsten war jedoch unsere Asambasilika betroffen:  die Kirchturmspitze der großen Basilika brach ab und durchbohrte das Kirchendach.

Im Oktober 2009 wurde die „Löschzwergegruppe“ gegründet, die jüngste Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Altenmarkt.

Vom 04. bis 06. Juni 2010 wurde das 125-jährige Gründungsfest gefeiert, Festmutter war Martina Heindl. Zusammen mit 86 befreundeten Vereinen aus Osterhofen und dem Landkreis hat die Feuerwehr Altenmarkt bei einem Festgottesdienst die Gründung ihres Vereins vor 125 Jahren gefeiert. Dabei wurden gesegnete Bänder an die Fahnen geheftet und die restaurierte Fahne der Feuerwehr gesegnet.

Eine Premiere hat es am 27. Mai 2011 im Gerätehaus der Feuerwehr Altenmarkt gegeben: Zum ersten Mal kamen die Klosterer in ihrem Feuerwehrhaus zu einer Maiandacht zusammen. Im Rahmen dieser Feier wurde ein Transportanhänger für die Dekonzusatzausrüstung geweiht, im Anschluss verbrachten die Teilnehmer der Veranstaltung zusammen noch gemütliche Stunden – der Erlös der Maifeier fließt in die Renovierung der Frauenkapelle.

Seit Sommer 2011 ist die Feuerwehr Altenmarkt Teil des Gefahrgutzuges des Landkreis Deggendorf.

Am 20. August 2011 wurde die 1. Klosterer Feiawehrdult gefeiert.

Von 30. September bis 02. Oktober 2011 nahmen einige Kameraden an den Rescue Days in Deggendorf teil.

Am 24. April 2012 wurde eine Wärmebildkamera angeschafft.

Die 30-jährige Freundschaft mit der Feuerwehr Ampflwang wurde am 29. September 2012 gefeiert:  Das Programm begann bereits am Nachmittag mit einer Führung durch das Werksgelände der Fa. Wolf. Nach einem kurzen Kirchenzug wurde ein Gottesdienst in der Asambasilika gefeiert. Als Konzelebrant an der Seite von Pfarrer Emanuel Hartmann predigte Feuerwehrkurat Siegfried Switalski aus Ampflwang. Der 83-jährige Ruhestandsgeistliche erinnerte an den Wert der Kameradschaft, der auf dem Gemeinsinn beruhe. Dass diese Freundschaft nicht auf Sand gebaut, sondern in Sandstein gemeißelt ist, dies beweist die Steinskulptur des heiligen Florian, die  die Ampflwanger Kameraden zum Geschenk machten.

Im Jahr 2013 rückte die Altenmarkter Wehr insgesamt zu 106 Einsätzen aus:

44 Mal leisteten die Altenmarkter Dammwachen, weitere 26 Hochwassereinsätze kamen hinzu. Bei der Jahrhundertflut 2013 war die Feuerwehr Altenmarkt vom 03. bis 18. Juni 2013 im Einsatz. Vier Tage lang dauerte der Kampf um den Deich in Ruckasing. Bei weiteren Einsätzen in Niederalteich und Fischerdorf begriffen die Helfer, dass nicht weit von ihnen für viele Menschen die Welt zusammengebrochen war – ein Schicksal, das Osterhofen erspart geblieben ist.

Kurios verlief die Einsatzfahrt nach Fischerdorf. Wegen des Besuchs von Bundespräsident Joachim Gauck war alles abgeriegelt. Die Sicherheitskräfte wollten die Altenmarkter nicht zum Einsatzort vorlassen. Schlussendlich lotste eine Polizeieskorte die Feuerwehr am hohen Besuch vorbei.

Im August 2013 dreht der Bayerische Rundfunk einen Bericht über die „Sandsacktaschenproduktion“ der Feuerwehr Altenmarkt zugunsten der Hochwasserbetroffenen in Fischerdorf.

Im November 2013 werden die Tore und die Absaugungsanlage im Feuerwehrgerätehaus von der Stadt Osterhofen erneuert.

Am 01. April 2014 wurde das Team Brandschutzerziehung der Feuerwehr Altenmarkt gegründet. Die Brandschutzerzieher führen Brandschutzerziehung und –aufklärung in Kindergärten und Schulen in der Stadtgemeinde durch.

2015 wurde mit einem Ehrenabend das 130jähriges Gründungsjubiläum gefeiert.